Es war gut, dass Klaus Hübner gleich zu Beginn des Abends darauf hinwies, nicht als Schriftsteller, sondern als Publizist und Literaturkritiker aufzutreten. So konnte sich das Publikum darauf einstellen, nicht wie üblich originäre Literatur zu hören, sondern Texte über Literatur.
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Open Stage statt Monatssieger – Abendbericht vom 7. März 2025
Die 2.189te Lesung im Münchner Literaturbüro stand als erste Lesung im Monat im Zeichen des Haidhauser Werkstattpreises. Mag es am schönen Monat März gelegen haben, oder an anderen schicksalhaften Ablenkungen – es fanden sich keine vier Bewerbungszettelchen in der Box. Damit war die Ermittlung eines Monatssiegers obsolet.
Menschliches literarisch – Abendbericht vom 28. Februar 2025
Hundeleben, Raben-Krähen, Löwen, Ungeplantes. Alles menschlich, wenn Annette Katharina Müller Kurzgeschichten darüber schreibt. Wie bei `“Vita da Cani“. Es geht um die Adoption eines italienischen Straßenhundes.
Traumfalten – Abendbericht vom 21. Februar 2025
Die Autorin Sybille Stempel absolvierte an diesem Abend souverän ein umfangreiches Leseprogramm. Die meisten ihrer vorgetragenen Texte, nicht nur die neunundvierzig Gedichte, sondern auch die drei Prosastücke, zeichneten sich durch prägnante Kürze und Zuspitzung, alle aber durch eine präzise Sprache aus.
Chinesische Impressionen – Abendbericht vom 14. Februar 2025
Die aus China stammende Autorin Shi Mei (Vorname: Mei) entführte an diesem Abend das Publikum des MLb in die chinesische Vergangenheit.
Unterwegs zum Tagessieg – Abendbericht vom 7. Februar 2025
Die 2.185te Lesung im Münchner Literaturbüro stand im Zeichen des Haidhauser Werkstattkreises. Drei Autorinnen und ein Autor warfen Titel und Namen in die Box und stellten dem Publikum ihre Texte vor.
Annäherung an Übersinnliches – Abendbericht vom 31. Januar 2025
Am Freitag, den 31. Januar 2025 trug die Autorin Christine Hoffmann in Fortsetzung der Lesungen vom 26. Juli und 8. November 2024 aus ihrer autofiktionalen Autobiografie „Annäherungen“ vor. Das erzählte Geschehen warf dabei die Frage auf: Wie kommt eine kritisch denkende, politisch geprägte, psychologisch ausgebildete Frau dazu, plötzlich spirituelles Medium für ein ermordetes Mädchen zu werden.
Kharasho – Abendbericht vom 24. Januar 2025
Gut und schön war’s beim lyrisch musikalischen, deutsch-russischen Abend im MLb mit Inna Zagrajewski, Gerhard Häusler, Elena Dinitz (Gesang und Tanz) und Friedrich Wetter an der Gitarre. Wer jetzt große Ausführungen zur gebotenen Literatur vom Rezensenten erwartet, wird enttäuscht sein. Natürlich wurde auch Literatur geboten.
Von der Kälte berührt – Abendbericht vom 17. Januar 2025
Das Thema „Kälte“ bescherte dem Münchner Literaturbüro einmal mehr ein volles Haus. Sieben der Anwesenden trugen Gedichte und Prosatexte vor.
Den Reigen eröffnete Gabriele B. Hartl mit einem gewohnt souveränen Vortrag von 5 Gedichten – auswendig, stehend, ausdrucksvoll, auch mit Gesten, betonend -, die sie jeweils zweimal vortrug. Von der Kalligraphie der Bäume hörten die Zuschauer (im Gedicht Lob des Winters) und von klirrendem Licht (im Gedicht Im Packeis). Erstarrt sind Gebet und Fluch in der frostigen Luft, hieß es im Gedicht Im Packeis. Auch in den Gedichten Trotzdem und Nie tun wurde die Kälte berührt. Gelobt wurden in der Diskussion der eindrucksvolle Vortrag und die stimmigen Bilder in den Gedichten.
Detektiv auf Abwegen – Abendbericht vom 10. Januar 2025
Der Autor Lo Conosco trug am 10. Januar 2025 die Münchner Literaturbüro die Erzählung „Der Traum vom scheinbaren Glück“ vor. Ein Privatdetektiv, in der Erzählung als Spion bezeichnet, eine derartig unauffällige Person, das er praktisch unsichtbar ist, erhält von einer Frau den Auftrag, ihren Ehemann, den sie der Untreue verdächtigt, auszuspionieren.