Schreibgruppe München Lesung MLb

Die große Liebe im MLB – Bericht vom 23. September 2022

Der Abend stand ganz im Zeichen der Liebe. Die vier Autoren, die sich in Schreibkursen zusammengefunden haben, lasen Kurzgeschichten aus einem veröffentlichten Sammelband (Liebe großgeschrieben – Moderne Liebensgeschichten, tredition shop).

Wer über Liebe schreibt kämpft bekanntlich gegen die hinter jedem Satz lauernden Ungetüme namens „Kitsch“ und „Banal“. Gemessen daran haben sich die Autoren des Abends insgesamt gut geschlagen. Wer an diesem Abend nicht in der Milchstraße anwesend war, der versäumte vier kurzweilige, zum Teil ergreifende und auch humorvolle Texte:

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Mei Shi

Nach Erlebnissen mit Särgen und Hundefleisch aus China in Andechs angekommen – Bericht vom 16.9.22

Die chinesische Autorin Shi Mei, seit 1990 in Deutschland, lebt in Herrsching am Ammersee. Sie stellte fünf Kurzprosastücke vor.

Im ersten Teil „Der Hörndlweg“ geht es um eine Wanderung von Herrsching nach Andechs, auf dem sie ihre landschaftlichen Eindrücke und Gedanken schildert, die sie für den Glauben an Gott erwärmen im Gegensatz zum Verbot jeglicher religiöser Betätigung in China.

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Finalisten und Gewinner 29. Haidhauser Werkstattpreis

Erkenntnis, Corona und der ganz normale Wahnsinn – Bericht über das Finale des Haidhauser Werkstattpreises vom 11.9.2022

Das Finale des diesjährigen, des 29. Haidhauser Werkstattpreises gewann Paul Holzreiter mit „Der Mo bin i“ einer philosophischen Erzählung, in der ein Erzähler namens Karl Popper über drei Männer auf Reisen in Schottland und die Möglichkeiten, Schlüsse aus der Beobachtung eines – möglicherweise nur auf einer Seite – schwarzen Schafes zu ziehen, berichtet.

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Unerwartetes, Abgründiges und Geistreiches – Bericht vom 2.9.2022

Die Vorentscheidung für den Haidhauser Werkstattpreis am 2.9.2022 fand starkes Interesse beim Publikum wie auch bei Interessenten für die Teilnahme an der Lesung, von denen sechs ausgelost wurden, um die letzte Gelegenheit, sich für das Finale des 29. Haidhauser Werkstattpreises am 11.9.2022 zu qualifizieren, zu nutzen.

Stefan Priddy machte den Anfang mit „Hugo“. Der Protagonist fährt, nachdem er Zuschauer beim Rosenmontagszug in Köln gewesen ist, mit dem überfüllten Regionalexpress zurück in seine Heimatstadt Hamm in Westfalen. Bei eingeschränkter Sicht durch stehende Mitreisende hört er eine markante Frauenstimme sagen „Mensch Hugo“ und rätselt sodann während der ganzen Fahrt, wer den jeder Hugo sei, bis sich am Ende der Geschichte beim Ausstieg in Hamm herausstellt, dass es sich um eine junge, aber bereits riesenhafte Dogge handelt, die noch Schwierigkeiten beim Aus -und Einsteigen in Zügen hat.

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MLb-Lyrikabend - Tania Rupel Tera

Lyrik und Theorie – Bericht vom 15. August 2022

Ein Abend mit vier LyrikerInnen, Livemusik und zwei Vorträgen zur Poetik – wann bekommt man das schon mal Mitten im August in München serviert? Und wer will da schon groß hingehen?

Tatsächlich platzte der Raum des Münchner Literaturbüros aus allen Nähten, hielten die allermeisten Zuhörer drei Stunden lang  durch – fasziniert von den Gedichten Pega Munds, Armin Steigenbergers, Tania Rupel Teras und Ulf Großmanns. Nachdem die Violinistin und Sängerin Juliane Gredmaier als „Starter“  den Gefangenenchor aus Verdis Nabucco beendet hatte, war klar, dass das kein ganz leichter Abend werden konnte.

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Bhavya Heubisch (Foto: ©B.Hornecker)

Das Süße Gift des Geldes – Bericht vom 8. Juli 2022

Die 2062. Lesung wurde von der Münchner Autorin Bhavya Heubisch gestaltet. Sie las aus ihrem im Jahr 2020 im Volk Verlag erschienenen Roman „Das süße Gift des Geldes“ (auf dem Buchumschlag ist das Gift merkwürdigerweise „süss“). Um das Wichtigste gleich vorweg zu nehmen: Der Abend war ein großer Genuss. Die Autorin ist eine exzellente Leserin.

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Tania Rupel Tera

Drachen und andere Traurigkeiten – Bericht vom 1. Juli 2022

Gut besuchter Wettbewerbsabend zu Beginn der zweiten Jahreshälfte 2022. Sechs Autorinnen bzw. Autoren traten an, um ins Finale des 29. Haidhauser Wettbewerbs am 11. September einzuziehen. Abendsiegerin wurde Tania Rupel Tera mit ihrem nachdenklich-melancholischen Text, dem sie nachträglich den Titel „Vater“  gab.

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