Beim traditionellen Sommerfest am letzten Freitag im Juli, also am 31. Juli 2026 im Münchner Literaturbüro gab es nicht nur eine ausgezeichnete Bowle für die Besucher, sie konnten auch Texte von insgesamt 7 Autorinnen und Autoren hören.
Den Anfang machte Hilde Steffen mit Gedichten, die dunkelste Stunden im Leben widerspiegelten und insoweit nicht so recht zu einem Sommerfest gepasst haben.
Barbara Bacher erzählte in „Auswandern“ die Geschichte einer jungen Mutter mit zwei Kindern, die der trüben Stimmung um Weihnachten in Berlin entkommen will und sich mit ihren Kindern auf den Weg zu einer Bhagwan-Gemeinschaft im Trapani auf Sizilien auf den Weg macht, zunächst aber in Tunis landet, wo es schwierig ist, ein Fährschiff nach Trapani zu bekommen. Schließlich im dortigen Ashram angetroffen, muss sie erfahren, dass sie dort mit ihren beiden Kindern, von denen eines in schulpflichtige Alter kommt, nicht erwünscht ist. Das Publikum schlug vor, den äußerst langatmig erzählten Text zu kürzen und mehr Spannungsmomente einzubauen.
Petra Lang Geschichte lautete: „Mein Roman „, den sie seit 20 Jahren kennt und auch als ein neuer immer derselbe Typ ist, und der sich möglicherweise satt hat und in die Isar gehen will.
Günter Mitschke erfreute das Publikum mit „Fallobst „über den Baum des Lebens und dessen herbe Früchte
Danach Walter Grassl mit „manche mögen heiß“ über einen Schreibkreis und eine Fliege im Raum sowie einem Text über Signale aus der Milchstraße, die möglicherweise intelligentes Leben in der nahen Milchstraße anzeigen. Der Publikum war begeistert über dem trockenen Humor des Autors.
In „töte mich“ von Wolfram Hirche hat der Protagonist, der duschen möchte für ein Rendezvous mit Sophie, das Problem, dass er einen Weberknecht in der Badewanne erblickt und nicht weiß, was oder ob er kurzen Prozess mit der Spinne machen soll, dann ruft Sophie an und man spricht darüber, was man denn jetzt mit dem Weberknecht machen soll, während der Beginn der Veranstaltung, die man gemeinsam besuchen wollte, immer mehr drängt. Dem Publikum gefiel der Text.
Leo Hoffmann präsentierte zuletzt „Der Anruf“ den Clio am Karfreitag erhält, und der sie aufwühlt.
Abendbericht: Rainer Kegel