Und „wie endet die Geschicht: Ein Happy End, das gibt’s hier nicht.“ Zumindest nicht im Gedicht Ameise, mit dem der Autor Nöck Burmeister vor einem guten Dutzend Zuhörer sein Potpourri an Reimgedichten eröffnet. Diese handeln von Liebe, Tieren, Träumen, Erinnerungen und den Tücken des Alltags. Heiter und leicht kommen die lebendig und stimmungsvoll vorgetragenen Gedichte des 78-jährigen Autors daher. Mal geht es um die zarten Gefühle von Frau Paprika, Herrn Zucchini und anderem Gemüse im Ratatouille; mal reißt sich der achtbeinige Weberknecht ein Bein aus, um es der nur sechsbeinigen Fliege abzugeben, in die er sich verguckt hat. Oft geht es um Kleingetier wie Mücke, Laus und Regenwurm, „Spinnennetzearchitekten“ … und manch andere Insekten. Ein Gedicht allerdings fällt aus dem Rahmen, es trägt den Titel Spezialoperation und thematisiert das ernste Thema des Ukrainekriegs.
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