Nachdem die Autorin, die die 2233. Lesung des Münchner Literaturbüros mit ihren Kurzgeschichten bestreiten wollte, krankheitsbedingt absagen musste, wurde aus der Freitagslesung kurzerhand ein bunter Abend, soll heißen: Jede und jeder, die/der wollte, konnte aus eigenen Werken lesen.
Berichte
Schwere Kost aus dem Textlabor – Abendbericht vom 23. Januar 2026
von Christian Dörge kreiert und häppchenweise auf Gourmetniveau serviert. Es ging „unter die Haut des Werkes“. Straßen werden zu Nervensystemen, Bars zu Flutbecken, Literatur zur Partitur. Aus Gedanken kann Rhythmus werden. „Für Dich Mutter, Dein Ende ist nichts.“ Was war in Berlin? „Keine Bilder für´s Familienalbum1988.“ Was ist heute in München? „Fenster dicht beschrieben, ganzjährige Weihnachtsbeleuchtung beim Nachbarn“. Kein Trost.
Wie es ist, eine Fledermaus zu sein – Abendbericht vom 16. Januar 2026
Ja, wie ist es, fragte sich das Publikum beim 2.331 Werkstattabend des Münchner Literaturbüros, und acht Autorinnen und Autoren gaben Antwort. Um es kurz zu machen: großartig! Es war großartig, spannend, abwechslungsreich, kurzweilig, lehrreich, was da den Autorinnen und Autoren so alles einfiel zum Thema „Fledermaus“.
„Out of the Blue“ – Abendbericht vom 9. Januar 2026
Die Münchner Autorin Lisa Lipp, die das Einfamilienhaus abgerissen hat und seitdem im Apfelbaum lebt, wurde an diesem kalten Januarabend im Münchner Literaturbüro warm aufgenommen. Interessiert lauschte das Publikum ihren bildstarken, teils skurrilen Geschichten und Gedichten, „die eigentlich niemanden etwas angehen“.
„Was sich fand“ – Abendbericht vom 2. Januar 2026
Was sich fand, war am 2. Januar beim offenen Abend zum Haidhauser Werkstattpreis ein in jeder Hinsicht würdiger Sieger inmitten würdiger Texte. Vier Autoren warfen ihren Namen in die Box und stellten sich dem voll besetzten Auditorium.
„Abschied, immerzu Abschied!“ – Abendbericht vom 26. Dezember 2025
Gut, daß Ulrich Braun, das nicht in die Tat umsetzt. Wäre sehr schade, wenn er nicht mehr im MLb lesen würde. Wir würden seine Erzählungen arg vermissen. Ulrich Braun las bekannte und neue Kapitel aus seinem Romanentwurf „Immerzu Abschied“.
Charles Schumann und die Zeitenwende – Abendbericht vom 19. Dezember 2025
An diesem Abend präsentierte die Autorin Helga Loddecke dem Publikum zunächst eine Kurzgeschichte unter dem Titel „Ein echter Mann trinkt nicht „. Die Protagonistin, von der man erst im Laufe der Geschichte erfährt, dass sie, verheiratet mit einem Alkoholiker, Einsamkeit erlebt und von einem echten Mann träumt, und ihre entsprechenden Wünsche auf den Barmann und Barbesitzer Charles Schumann richtet, den sie anhimmelt, sucht dessen Bar zusammen mit ihrer besten Freundin Uli auf, dann aber kündigt sie die Freundschaft mit Uli per Facebook.
Psalm 139 / Vers 16 – Abendbericht vom 12. Dezember 2025
Uli Schäfer-Newiger war zu Gast im sehr gut besuchten MLb. Keine Panik. Er hat nicht gepredigt, aber seine Gedichte gelesen. Es ging um die Zeit in allen Variationen. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, Vergänglichkeit. Obigen Psalm zu kennen, wäre bei manchen Texten von Vorteil gewesen.
Ausgefallen – Abendbericht vom 5. Dezember 2025
Am Freitag, den 5. Dezember 2025, stand ein offener Abend als Vorauswahl für den Haidhauser Werkstattpreis auf dem Programm des Münchner Literaturbüros. Nachdem aber sich nicht genügend Autoren für den Wettbewerb einfanden, musste dieser ausfallen. Stattdessen fand ein bunter Abend mit drei Autor*innen statt.
Frauchen und Hündin – Abendbericht vom 28. November 2025
Eine Münsterländerin als Mittelpunkt im MLb – nicht als Autorin, sondern als Protagonistin in Frauchens Erinnerung. Easy, so der Name der Hündin, war Frauchens Seelenschwester, und das Hundetagebuch ein Bestreben, die vierbeinige Weggefährtin lebendig zu halten.