Hans-Karl Fischer

Hans-Karl Fischers fantastischer Surrealismus – Abendbericht vom 27. Januar 2023

Hans-Karl liest vier fantastische Kurzgeschichten, die an Märchen erinnern, aber auch mittelalterliche und surreale Bezüge enthalten.

Dir erste Geschichte mit dem Titel „Die Kiriche von Marandi“ handelt von der Auseinandersetzung zwischen geistlicher und weltlicher Macht. Der Kirich Som, geistlicher Führer von Marandi, wirft dem weltlichen Verwalter, dem Tanun, trotz gerichtlicher Widerlegung Ehebruch vor. Wegen dieser Verleumdung muss der Oberpriester zurücktreten, wird jedoch wider Erwartung vom designierten Nachfolger Dram unterstützt, der ihm sogar sein Haus überschreibt, damit Som wieder in die Gemeinschaft der gehobenen Bürger aufgenommen werden kann. Auch der vorgesehene Nachfolger des Nachfolgers Fanlu überträgt dem Som einen Großteil seines Vermögens. Es bildet sich eine Kaste von Oberpriestern, die sich von den anderen Priestern absondern, Feste und erotische Exzesse feiern.

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Offener Abend 2.12.22

Fließender Untergang – Abendbericht vom 2. Dezember 2022

Dritte Vorentscheidung zum 30. Haidhauser Werkstattpreis im Münchner Literaturbüro, Milchstraße 4 –  trotz nieseligem, eisigem  Novemberwetter hatten sich drei Autorinnen, zwei Autoren und viele Zuhörer zum Wettbewerb eingefunden, den Peter Asmodai mit seiner sehr kurzen Story „Festhalten“ gewann.

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MLb-Lesung Tiny Stricker

Liebespassagen – Bericht vom 25. November 2022

Der Münchner Autor Tiny Stricker las typische Passagen aus seinem soeben erschienenen zwölften Buch „London, Pop und frühe Liebe“, plauderte über seine Hippie-Monate in Chittagong und ließ das Publikum, dabei sicher auch einige Old-Flowers, schaudernd an seiner unfreiwilligen Schiffsreise um den Indischen Subkontinent teilnehmen „völlig mittellos“ und abgerissen in den späten 60ern des letzten Jahrhunderts.

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Lesung Sabine Jörg

Vom Verhältnis von Wort und Bild – Bericht vom 18. November 2022

Das Literaturbüro war bis zum letzten Platz besetzt – vornehmlich mit Haidhausenbewohner, die gespannt waren auf die Haidhausengeschichten der Autorin Sabine Jörg. Und sie wurden nicht enttäuscht. Die Autorin bot kurze, in Präsenz verfasste Geschichtchen, Beschreibungen, Darstellungen des Münchner Viertels aus den 70iger Jahren.

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Bunter Abend 11.11.2022

Trieb und Trauer – Bericht vom 11. November 2022

Ein „Bunter Abend“ im MLB  verheißt immer  drei bis vier ordentliche Autoren oder Autorinnen, sehr unterschiedliche Texte und vertiefte, interessante Diskussionen um Thema, Sprache oder Stil der Texte.

So wars auch heute, und Philipp Stoll begann gleich mit einer kurzweiligen Strandgeschichte, die sich mit der Beobachtung eines Käfers, seinem Fühlen und Denken, mit Riesen, Sand und Meer und dem Beobachten des Beobachtens auseinandersetzte. Das Publikum ging überall gerne mit, wo plastisch von Mammutzähnen und Känguru erzählt wurde; aber auch Denken und Fühlen des Kleintiers, die Fragen von Freiheit und Bestimmung wurden angerissen, Trieb oder Denken.

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Offener Abend 04.11.22

Von Liebe und Frust – Bericht vom 4. November 2022

Am Freitag, den 4.11.2022 traten vier Autor*innen zur zweiten Vorauswahl für den 30. Haidhauser Werkstattpreis an.

Als erste wagte sich Monika Scheddin mit „Ohne Yoga hätt ich das nicht überlebt“ auf die Bühne und präsentierte einen Text, in dem die Protagonistin sich keineswegs sonderlich begeistert von Yoga, Schweigeseminaren oder gewaltfreier Kommunikation nach Rosenberg zeigt. Ihr stinkt vielmehr so einiges, vom Furz des einzigen männlichen Teilnehmers im Yogakurs angefangen über Besteckklappern im Schweigeseminare, unbequemem Sitzen, dem Hineinatmen von Schmerzen, die sonst gar nicht da wären, bis zu sprachlichen Verrenkungen, um jemanden wirklich gewaltfrei dazu zu bringen, doch endlich den Müll herunter zu schaffen. Das Publikum fand die Schilderungen durchaus treffend.

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